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Nicht nur für Verpackungen gibt es inzwischen nachhaltige Alternativen, auch immer mehr nachhaltige Etiketten und Sticker werden auf dem Markt angeboten. Viele Etiketten sind mit veganem Klebstoff, aus FSC zertifiziertem oder Recyclingpapier oder sogar aus Steinpapier. 
Avery Dennison entwickelte außerdem Etiketten aus biobasierter PE-Folie. PE steht für Polyethylen und wird aus Zuckerrohr-Ethanol hergestellt. Es hat diese gleichen Eigenschaften, wie das aus Erdöl gewonnene Polyethylen, ist allerdings deutlich umweltfreundlicher und lässt sich wie herkömmliche Folien verarbeiten.




Ein interessanter neuer Ansatz zum Verpacken von flüssiger Nahrung sind Verpackungen aus Algen. Diese werden aus Seetang hergestellt, indem man sich am natürlichen Schutz von Früchten orientiert hat. Es wird eine wasserdichte Haut um die Flüssigkeit gebildet, die der einer Traube ähnelt. Die Herstellung ist einfach und billig und dadurch, dass der Seetang vollkommen biologisch abbaubar und sogar essbar ist, eine nachhaltige Alternative zu Plastikflaschen. Erfunden wurde diese Art der Verpackung von dem Start-Up Ohoo.
Inzwischen gibt es viele verschiedene Rohstoffe für Verpackungen und ob man‘s glaubt oder nicht, Milchproteine sind einer davon. Entwickelt wurde diese Verpackungsart von Peggy Tomasula aus den USA. Die Verpackung besteht aus Casein, welches das Protein in der Milch ist. Aus diesem werden dünne Folien hergestellt, die aufgrund ihrer außergewöhnlichen Sauerstoff-blockenden Eigenschaften Lebensmittel deutlich länger frisch halten können. Gleichzeitig sind diese Folien auch essbar, da sie lediglich aus Proteinen bestehen, und sind somit vollkommen biologisch abbaubar. So könnten zum Beispiel Suppen, Soßenpulver oder Gewürze samt Folie im Wasser zur Zubereitung aufgekocht werden, ohne dass man sich damit herumschlagen müsste, noch lange Folien abzupulen. Die Folie wird stattdessen einfach mit aufgelöst und verzehrt.
Für die nachhaltige Produktion mit Papier oder Karton sollte immer darauf geachtet werden, wie diese hergestellt wurden. Es gibt inzwischen bereits so viele verschiedene Papiersorten zur Auswahl, dass man schnell mal den Überblick verliert. Welche Produkte wirklich nachhaltig sind, lässt sich häufig über bestimmte Zertifizierungen bestimmen.
Das bekannteste Siegel ist zumeist das FSC-Siegel. FSC steht für Forest Stewardship Council und stellt einen globalen Standard für die nachhaltige Fortwirtschaft und weitere Verarbeitungskette dar. Es ist das einzige von allen wichtigen Umweltorganisationen anerkannte Siegel, allerdings sind die Kosten für Zertifizierung recht hoch. Es gibt verschiedene Zertifikate wie FSC 100 %, FSC Mix, FSc Mix Recycling und FSC Recycling.
Eine weitere Zertifizierung ist PEFC (Programme for the Edorsement of Forest Certification Schemes). Dies ist eine nationale Norm alsStandard für nachhaltige Waldbewirtschaftung. Das Siegel wird nur erteilt, wenn min. 70 % des Holzes PEFC-zertifiziert ist.
Für Recyclingpapier ist der Blaue Engel das älteste Umweltzeichen. Bei Lebensmitteln sollte man darauf achten, dass Papiere mit hohem Recyclinganteil nicht direkt mit sehr feuchten oder fettigen Lebensmitteln in Kontakt kommen. Sofern das Recyclingpapier nicht zusätzlich beschichtet ist, sollten dafür Verpackungen aus Primärfasern eingesetzt werden.
Ein neues System ist auch das Green Star System, welches die Herkunft und das Herstellungsverfahren der Papiere bewertet. Es werden die Standards von FSC, PEFC, ISO 14001 und dem EU Ecolabel in die Bewertung integriert und die Papierprodukte dann nach ihrer Umweltverträglichkeit in eine Sterne-Kategorisierung eingeteilt. Es können max. 5 Sterne erreicht werden und das Produkt muss mindestens drei Sterne erreichen, um als umweltverträglich bezeichnet werden zu können. 

Als Biokunststoffe bezeichnet man Kunststoffe, die entweder auf der Basis nachwachsender Rohstoffe produziert werden oder vollständig biologisch abbaubar sind. Ein Beispiel ist der Biokunststoff auf Basis von Polymilchsäure (PLA). Dieser lässt sich ähnlich wie normaler Kunststoff be- und verarbeiten und ist durchsichtig. Er wird zum Beispiel für Sichtfenster in Brötchentüten verwendet und kann teilweise sogar kompostiert werden.
Bagasse besteht aus den faserigen Überresten von Zuckerrohrpflanzen, die bei der Zuckerproduktion übrigbleien. Früher wurden diese hauptsächlich für Brennmaterial genutzt, inzwischen gibt es Möglichkeiten aus ihnen Bau-, Verpackungs- oder Papiermaterialen herzustellen. Dadurch dass Zuckerrohr ein schnell nachwachsender Rohstoff ist und für die Produktion weniger Energie benötigt wird, ist Bagasse eine nachhaltige Alternative zu Papier. 
Bagasse ist stabil, robust, aber auch biegsam und besitzt gute thermische Eigenschaften. Dadurch, dass es wasserresistent und fettdicht ist, ist Bagasse auch für sehr heiße oder sehr fettige Gerichte geeignet. Außerdem lässt es sich kompostieren und ist vollständig biologisch abbaubar.